Wie FUNKTIONIERT EINE WASSERKÜHLUNG?

Zunächst macht es kein Unterschied zwischen einer AIO und einer modularen Wasserkühlung, denn die Grundfunktion ist immer dieselbe. Die Unterschiede liegen eher darin dass eine AIO fertig bereits zusammengebaut ist und eine modulare Wasserkühlung selbst zusammengestellt und aufgebaut wird. Zudem kann eine modulare Wasserkühlung jederzeit weiter erweitert werden.


Auf dem nächsten Bild habe ich den Kreislauf mal eingezeichnet.

Ausgleichsbehälter => Pumpe => Kühler => Radiator => Ausgleichsbehälter.



Das Wasser kreist immer innerhalb eines Kreislaufes, angefangen vom AGB, weiter zu Pumpe über dem Kühler und dann über den Radiator bis zurück ins Ausgleichsbehälter. Die Wärme wird daher am Kühler aufs Wasser aufgenommen, da Wasser Wärme gut aufnehmen kann und weiter transportiert zum Radiator. Ein Radiator ist ein Kühlkörper oder auch Wärmetauscher genannt was die Wärme auf die vielen feinen Lamellen überträgt. Durch diese feinen Lamellen zieht kalte Luft hindurch was die Lamellen abkühlt und so auch das Wasser. Über dem Radiator wird daher so die Wärme auf die Luft abgeführt bzw. übertragen und das Wasser kann wider abkühlen.


Hier noch zwei Beispiel Skizzen... 1x normal mit zwei interne Radiatoren und 1x das selbe nochmal, aber diesmal mit Ausgang zu einem externen Radiator.



Solche feine Lamellen besitzt auch ein Kühlkörper, damit auch hier besser die Wärme aufs Wasser abgeführt werden kann und diese Lamellen verstopfen sich auch gerne wenn Schlauch mit Weichmacher oder Farbe mit feinen Partikeln im Wasser verwendet wird. Dann kommt es dazu das die Wärme nicht mehr gut aufs Wasser abgeführt werden kann und auch der Durchfluss darunter leidet.



Der richtige Anschluss der Grafikkarte ist auch wichtig, sonst durchläuft das Kühlwasser die Düsenplatte (Jetplate) nicht in richtiger Richtung, was sich ggf. auch etwas auf die Kühleigenschaft sich mit niederschlagen kann. Denn Sinn ist ja dass das Wasser sich unterhalb dieser Düsenplatte durch die Finnen sich hindurch drücken muss um die Wärme besser auf dem Kühler abführen zu können. Diese Jetplates gibt es sogar manchmal als extra Zubehör in unterschiedliche Größen zu kaufen.



Das ganze bezieht sich auch auf dem CPU-Kühler und dort sind auch diese feinen Finnen vorhanden und manchmal je nach Kühler auch eine Jetplate (Düsenplatte). Bei einem CPU-Kühler befindet sich meist der Auslass näher am Rand, damit sich weniger Luft im Kühler ansammeln kann. Daher erkennt man normalerweise den Ein- und Auslass bereits durch die Positionen der Anschlüsse.


In diesem Beispiel ist keine Jetplate verbaut, aber durch dieses Dichtungsring wird der selbe Effekt erzeugt. Mein verbauter Monoblock von EK besitzt jedoch wieder eine Jetplat am CPU-Kühler. Bild 3 zeigt ein CPU-Kühler und wie bereits geschrieben ist oben der Auslass gut zu erkennen und in der Mitte ist der Einlass. Falls diese Anschlüsse nicht klar zu erkennen sind bitte immer die Einbauanleitungen der Hersteller mit beachten.




Zum Durchfluss haben wir auch was lesenswertes: Durchfluss: Viel hilft viel oder doch nicht?


Natürlich muss das Wasser auch transportiert werden und dazu wird eine Pumpe verbaut. Bei einer Pumpe handelt es sich normalerweise um eine Kreiselpumpe, diese kann kein Wasser ansaugen, das Wasser kreiselt wie der Name schon sagt in er Pumpenkammer und wird am Ausgang wieder raus gedrückt.


Hier mal ein Beispiel von einer Aquastream Pumpe, aber die Funktion ist in etwa immer dieselbe.



Aus diesem Grund muss eine Pumpe immer so verbaut sein das Wasser vom AGB durch die Schwerkraft von alleine zur Pumpe gelangen kann, sonst wird es schwierig (nicht unmöglich) solch ein Kreislauf komplett zu befüllen. Nachdem der gesamte Loop befüllt ist wäre es im Grunde egal wo die Pumpe sitzt, denn wo es rauf geht muss es auch wieder abgehen. Denn so zusagen könnte die Pumpe auch ganz wo anders stehen, aber dann muss man mit Tricks arbeiten bis der komplette Loop befüllt ist. Ist zumindest nichts für ein Neuling der solch eine Wasserkühlung zum ersten Mal zusammen baut. Daher, immer die Pumpe so verbauen das durch den AGB von alleine Wasser zur Pumpe läuft.


Bezüglich der Pumpe haben wir auch was lesenswerte: Pumpe Wasserkühlung: Druck, Durchsatz, die Kennlinie und deren Zusammenwirken


Bei den Lüfter ist im allgemeinem anzumerken das sie bündig abschließen sollten und es sich auch um Lüfter handelt die für Radiatoren eignen sind. Zu den Lüfter bitte auch diese Anleitungen mit aufsuchen: Die richtigen Lüfter für Radiatoren - Airflow vs. Static Druck


Nun geht es zu den Anschlüsse:


Im allgemeinem ist es einfach...

1. Du hast ein 1/4 Zollgewinde was zum Beispiel in Kühler, Pumpe und Radiatoren eingeschraubt wird.

Diese sind IN und auch OUT, also mit Gewinde nach innen und Gewinde nach außen. Bei den Anschlüsse hast du das Gewinde immer außen und bei Adapter hast du meist beides, einmal außen und einmal innen.


Beispiel bei dieser Schnellkupplung, da habe ich an einer Seite Innengewinde und an der anderen Seite recht Außengewinde. Da ich aber rechts auch ein Außengewinde brauche und ich diese Kupplung nicht damit bestellen konnte (nicht lieferbar) habe ich mir ein Muffe drauf geschraubt und habe so aus Außengewinde ein Innengewinde draus gemacht.


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Anschlüsse musst du zwischen Schlauch und Hardtube unterscheiden.


Das wäre eines für Hardtube und da siehst du keine Tülle mit dabei, es ist praktisch nur das Teil was als Schluss eingeschraubt wird und darin wird einfach die Röhre eingesteckt mit einer Überwurfmutter und der Dichtung wird alles nur verpresst. Hier ist das Außenmaß eines Rohres wichtig und das auch der Anschluss mit diesem Maß ausgewählt wird. Zum Beispiel in meinem Fall 13mm Röhren und 13mm Anschlüsse. Das die Röhre innen 10mm Durchmesser hat spielt hier keine Rolle.


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Hier handelt es sich um ein für Schlauch. Hier ist sozusagen auch eine Tülle mit vorhanden und was auch zugleich der Anschluss zum verschrauben ist. Darauf wird der Schlauch gesteckt und darüber dann die Überwurfmutter die den Schlauch auf die Tülle beim festschrauben verpresst. In diesem Fall ist der Schlauch im Außendurchmesser und auch im Innendurchmesser wichtig. Als Beispiel handelt es sich bei diesem Bild um 16/10er Anschlüsse, also Außen 16mm und innen 10mm. Der Schlauch muss auch diese Abmessungen haben sonst würde er nicht auf die Tülle passen und die Überwurfmutter würde auch nicht mehr drauf passen.


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Es gibt aber reine Tüllen die dann mit Schlauchschellen oder Kabelbinder fest gemacht werden und da hier nur aufgesteckt wird ist nur der Innendurchmesser wichtig.


Das wäre eine Tülle: 10mm (3/8") Schlauchanschluss G1/4 mit O-Ring (High-Flow)

Muss ein Link setzen da ich gerade kein Bild davon da habe.


Hier noch ein Video wo es nochmals gut erklärt wird:


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